vampire

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Vampire, im slawischen, romänischen und

griechischen Volksglauben ein Verstorbener, der nachts dem Grab entsteigt und sich vom Blut lebender

Menschen ernährt. Zugrunde liegt die auch anderenorts verbreitete Vorstellung von Untoten oder

Wiedergängern, die wegen einer ungesühnten Schuld im Grab keine Ruhe finden. Eine weitere Quelle ist in

den sogenannten vampirfledermäusen zu sehen, die sich nachts in die Beine von Weidetieren verbeißen. Zur

Abwehr von Vampiren waren Talismane, Kräuter oder Knoblauch gebräuchlich, eine Vernichtung war der

Überlieferung zufolge nur möglich durch Verbrennung oder mit Phälen, die man durch das Herz trieb. Tödlich

für den Vampir war angeblich auch das Tageslicht.

 

 

Der poetische Reiz resuliert zum einen aus dem blutrünstig-unheimlichen Effektpotential des Nächtlichen,

einschließlich der relevanten, aus dem Schauerroman vertrauten Schauplätze (verfallene Burgen, Friedhöfe

etc.), zum anderen des morbiden Erotik des Vampirbisses, die eine lustvoll-ambivalente Identifikation mit

Täter wie Opfer erlaubt.

 

                                                                                   



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